Konzept des Festival of Sensations

Das “Festival of Sensations” ist ein queer-feministisches und body-positives Festival, das sich über einen Zeitraum von drei Tagen erstrecken soll. Insgesamt 500 Personen sollen hier queere Kunst mit allen fünf Sinnen (Sehen, Riechen, Schmecken, Hören und Fühlen) erfahren. Verschiedenste queere Künster*innen aus ganz Europa werden partizipative Erfahrungsräume schaffen, die in einer Post-Corona Gesellschaft notwendiger sind denn je. Die Gäste können sich dabei Performances, Talks, Kunst und Theater nicht nur ansehen, sondern können auch – unter Einbeziehung der jeweils notwendigen gesundheitlichen Sicherheitsmaßnahmen – selbst künstlerisch aktiv werden. 

Nach 2 Jahren Pandemie ist es für die Gesellschaft essentiell, sich selbst und andere neu kennen und lieben zu lernen. Der body-positive Zugang der Veranstaltung schafft eine Grundlage dafür und gibt in Form von Workshops, Kursen, Talks und interaktiven Spielen Werkzeuge in die Hand, um sich sanft wieder mit sich selbst und anderen zu verbinden. 

Das Festival soll außerdem die Möglichkeit zur Vernetzung bieten – Gemeinsam statt allein und an der frischen Luft statt im Internet. 

In unserer Gesellschaft erfahren queere und dicke Menschen sowie Menschen mit Migrationshintergrund oft das Gefühl der Ausgegrenztheit, sie werden angestarrt und verurteilt. Dieses Festival möchte ein sicheren Rahmen schaffen, in dem sie ihre Bedürfnisse und Ausdrucksweisen kreativ und künstlerisch ausleben können. Queere Kunst soll gefeiert und das Netzwerk gestärkt werden. Gemeinsam statt allein und an der frischen Luft statt im Internet.  

Im Zentrum der Veranstaltung stehen die drei Cs: Consent, Care und Confidentiality – Die Zustimmung aller Beteiligten, Rücksichtnahme und Vertraulichkeit. Daneben bleibt genügend Raum für die eigene Kreativität, Experimentierfreudigkeit und Selbstdarstellung. Wir laden unsere Gäste ein, sich selbst kreativ einzubringen und nicht nur zu konsumieren, sondern Teil zu werden.

Der Gemeinnützige Kunst- und Kulturverein “Loslassen” plant 2022 dieses dreitägiges Festival in Hainburg an der Donau. Der Veranstaltungsort ist ein Grundstück des Vereins Manamana, wo je nach aktuell gültigen Corona Maßnahmen zwischen 500 Besucher*innen geplant sind. Das Festival arbeitet mit einem queer-feministischen Ansatz und möchte die 5 Sinne in den Vordergrund rücken.

Das Konzept wurde aus dem Wunsch heraus geschaffen, queerer Kunst eine Plattform zu geben, und sie ins Zentrum zu stellen statt nur an den Rand. Wir streben einen sicheren Raum für sinnliche Entfaltung, körperliches Ausdrücken an und schaffen ideale Rahmenbedingungen durch unser vielfältiges Programm, das sowohl partizipativ ist als auch nur zum Zusehen und Geniessen einlädt. 

Zahlreiche Workshops, Performances & Theater Produktionen,  Live-Musik, DJ-Sets, eine Kostümecke, Talks  und Diskussionen finden rund um die Themen Sinnlichkeit, Sexualität, Gender, Utopie, Liebe und Verbindung im Rahmen dieses Festivals statt. 

Selten gibt es Orte, an denen wir tun und lassen können was wir wollen. Orte, an denen wir unseren Wünschen und Ausdrucksformen frei nachgehen dürfen, wo gesellschaftliche Normen abgelegt werden können. 

Das ” Sensations Event” ist eine Veranstaltung, die einen solchen Ort kreiert: Ein bunter Zirkus artiger, body-positiver Raum, ein Spielplatz für Erwachsene. 

Unser Team besteht aus jungen und kompetenten Menschen, die Raum für marginalisierte Gruppen (LGBTIQ+ Community, BIPoC, behinderte Menschen, Menschen mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund) schaffen wollen.  Wir sind überzeugt, dass queere Kunst (noch) nicht ausreichend Raum hat, aber aufgrund ihres emanzipativen Charakters die Welt zu einer besseren macht.

Konzipiert wird das Event aus dem Organisationsteam von mehreren Veranstaltungen (The Parallel Universe, The Intimate Revolution, Participation, Lighthouse Festival) und mit renommierten Vereinen (Kopf Hoch, Participation, Akademie für Achtsamkeit und Intimität ), und verbindet somit Nachhaltigkeit, Kunst und die Queere Community miteinander. Nun wollen sie ihr Wissen und Engagement bündeln und dieses einzigartige Konzept umsetzen. Die Projektleitung übernimmt Janina Vivianne Kaltenböck, Obfrau des Verein Loslassen und Veranstalterin der Eventreihe  The Parallel Universe, die seit 2017 existiert.